Anna Porzelt
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wurde 1983 in Erlangen geboren. Nach der Nichtprämierung ihres ersten, von der Realität inspirierten und zum Wettbewerb eingereichten Kurzromans über ein hin- und hergestoßenes Kind, schrieb sie im Stadium der Vorpubertät einen eskapistischen Pferdeglückwälzer, der auf Grund seiner Naivität in den Fragen der Fortpflanzung wenigstens der großen Schwester Grund zum Lachen gab.
Die Autorin entschied sich dagegen, ihren Roman einem größeren Publikum zugänglich zu machen und wandte sich der lyrischen Kurzform zu, bis sie 1995 im Alter von 11 Jahren eine Kinderrolle in Magnus Reitschusters Unser Julius am Theater Erlangen ergatterte.
Bis zum Ende ihrer Schullaufbahn wirkte sie dann bei zahlreichen Produktionen sowohl im Schultheater als auch in freien Gruppen als Schauspielerin, Regieassistentin und Regisseurin mit.
Nach einem dreimonatigen Aufenthalt am Internat des Lycée Jean-Macé in Rennes (Bretagne, Frankreich) verkaufte sie im Jahr 2000 ihre Klarinette, um ihren ersten experimentellen Episodenfilm Inspirator zu drehen. Zudem wurde sie in diesem Jahr Mitglied des Filmbüro Franken e.V., bei dessen Produktionen sie viele wertvolle Erfahrungen sammeln konnte.
Als Facharbeit adaptierte und inszenierte Anna Porzelt 2001 den mit 67 Minuten fast abendfüllenden Spielfilm Vom Wunsch als Vater des Gedankens, der zahlreiche Preise erhielt. Nach dem Abitur (1,9) realisierte sie weitere Kurzfilme (z.B. 2004 Puppen in 35mm Cinemascope) und betreute als Regieassistentin u.a. am Theater Erlangen mehrere Produktionen (z.B. Marc Pommerenings überregional aufsehenerregende Inszenierung von Hans Rehbergs Die Wölfe). Außerdem spielte sie einige Rollen in Kurzfilmen (z.B. in Steffen Hornungs Ticket) und konnte in ihrer Position als Video Operator z.B. bei den Dreharbeiten zur Kinoproduktion Sams in Gefahr Regisseur Ben Verbong genauestens über die Schulter schauen.
Im Oktober 2004 begann sie ihr Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, in dessen Verlauf sie mehrere Kurzfilme in Koproduktion mit dem SWR realisierte. Die so entstandenen Kurzfilme wurden auf europäischen Festivals prämiert, im deutschen Fernsehen ausgestrahlt und im Fall von abgesoffen von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat wertvoll ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Caligaripreis für WUCHT.
2007/08 folgte ein einjähriger Auslandsaufenthalt in Paris, der sie auch an die Partnerhochschule La Fémis führte. Es entstanden die ersten Fassungen ihres Diplom- und Debütdrehbuchs. Seit 2009 ist Anna Porzelt an der Onstage Akademie für Schauspielkunst als Dozentin für Filmschauspiel tätig.
Im Febuar 2010 hat sie ihr Studium mit dem Diplomkurzfilm Kalter Hund (Buch und Regie) beendet und arbeitet seither am Drehbuch zu ihrem Debütprojekt Übrig bleiben.
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